Infos zum Nachlesen Häufig gestellte Fragen & Antworten

Durch das Verordnen von Rehasport können Sie die Gesundheit Ihrer Patienten aktiv fördern und Heilungserfolge weiter optimieren. Im Folgenden haben wir die acht wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Rehasport aus Ärztesicht für Sie zusammengefasst.

  • Darf jeder Arzt Rehasport verschreiben?

    Ja, Rehasport darf von jedem zugelassenen Arzt verschrieben werden. Sie müssen also kein spezieller Facharzt sein, um ihren Patienten Rehabilitationssport zu bescheinigen.

  • Welches Formular muss ausgefüllt werden und was gilt es dabei zu beachten?

    Um einem Patienten budgetneutral Rehasport zu verordnen, ist eine Verschreibung der budgetfreien Leistung nach §44, Abs. 1, Nr. 3 SGB IX notwendig. Hierzu müssen Sie lediglich das Formular KV 56 ausfüllen. Im Grunde genommen sind es fünf Schritte:

    1. Stellen Sie eine ärztliche Diagnose. 2. Empfehlung einer Rehasportart (in der Regel ist das Gymnastik).
    3. Bestimmung der Anzahl der Übungseinheiten (für gewöhnlich 50)
    4. Legen Sie fest, wie oft pro Woche der Patient an Kursen teilnehmen soll (2x pro Woche ist ratsam).
    5. Datum, Unterschrift und Stempel inkl. Arzt- und Betriebsnummer

    Den Rehasportantrag können Sie sich gemeinsam mit einer Info-Broschüre hier herunterladen. Diesen füllen Sie gemeinsam mit Ihrem Patienten aus und überreichen ihm anschließend die Broschüre. Ein ausgefülltes Musterformular zur Orientierung finden Sie hier.

  • Für wen ist Rehasport geeignet?

    Das Rehasportangebot ist breit gefächert und auf unterschiedliche Krankheitsbilder abgestimmt. In den meisten Fällen wird Rehabilitationssport bei orthopädischen Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat verschrieben. Doch auch bei neurologischen Entitäten wie Multiple Sklerose oder Parkinson oder Symptomen aus dem Bereich der inneren Medizin (z.B. Diabetes oder Tuberkulose) können Sie Ihre Patienten ergänzend zu medizinisch verordneten Maßnahmen an einen Rehasportanbieter überweisen. Einzige Voraussetzungen sind eine ärztliche Diagnose und der Patient muss mindestens 15 Jahre alt sein. Hier eine Übersicht aller Krankheitsbilder, bei denen Rehasport zu einer Optimierung des Heilungsprozesses beitragen kann:

    • Beschwerden des Bewegungsapparates bzw. der Wirbelsäule
    • Übergewicht
    • Gelenkbeschwerden
    • Arthrose
    • Osteoporose
    • Morbus Bechterew
    • Multiple Sklerose
    • Parkinson
    • Diabetes mellitus (Typ 1 und 2)
    • Asthma bronchiale
    • Alle chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen
    • COPD mit oder ohne Lungenemphysem

  • Können auch Patienten mit akuten Beschwerden Rehasport treiben?

    Nein, auf keinen Fall! Rehasport stellt keine Alternative zu medizinischen Heilverfahren dar, sondern dient lediglich als ergänzende Maßnahme. Hiervon ausgenommen sind jedoch Patienten mit chronischen Beschwerden, die über einen längeren Zeitraum ihre Stützmuskulatur wieder aufbauen müssen. Ein Sportler, der sich beispielsweise einen Bänderriss zugezogen hat, sollte sein Bein wieder voll belasten können, sobald er mit Rehasport beginnt.

  • Wie oft kann Rehasport verschrieben werden?

    Rehasport ist Hilfe zur Selbsthilfe und soll Kursteilnehmer dazu motivieren, regelmäßig Sport zu treiben, um trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen fit und mobil zu bleiben. Selbstverständlich ist es aber möglich, Folgeverordnungen auszustellen, sofern dies aus ärztlicher Sicht medizinisch notwendig ist.

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ACHTUNG! Stufenweise Öffnung der Fitness-Studios und Sporteinrichtungen.
Liebes Vereinsmitglied,
Mitte März wurden deutschlandweit alle Studios und Sporteinrichtungen geschlossen. Nach den letzten Konferenzen und Zusammenkünften auf Regierungsebene zeichnen sich erste Lockerungen ab.

• Land Berlin - es liegen noch keine Informationen vor
• Land Brandenburg - es liegen noch keine Informationen vor
• Mecklenburg-Vorpommern „Öffnung von Inddorsportanlagen unter Auflagen ab 15. Juni 2020"
• Sachsen „Fitnessstudios können ab 18. Mai wieder aufmachen"
• Sachsen-Anhalt - es liegen noch keine Informationen vor bzw. kann der Rehasport im Freien umgesetzt werden
• Thüringen „Thüringens Städte und Landkreise sollen in eigener Regie über die Öffnung von Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen entscheiden"

In diesem Zusammenhang wird es auch zur Wiederaufnahme des Rehasports kommen, in einigen Bundesländern, wo die Einrichtungen noch geschlossen bleiben, dann im Außenbereich. Weitere Informationen erhaltet Ihr direkt in euren Einrichtungen und bei uns in der Verwaltung.

Gleichzeitig ist es uns eine Herzensabgelegenheit, dir unseren tiefsten Dank auszusprechen. Dieser Tage habt ihr uns einmal mehr bewiesen, dass ihr, unsere Mitglieder, auch in schwierigen Zeiten zu uns haltet und uns unterstützt. Wir bedanken uns bei jedem einzelnen Vereinsmitglied für seine tolle Unterstützung in dieser Zeit und wissen es sehr zu schätzen, dass ihr nach wie vor eure Beiträge zahlt. Das ist nicht selbstverständlich!

Selbstverständlich ist aber, dass du keinen Nachteil haben sollst aufgrund der Schließung Deiner Einrichtung. Natürlich werden wir dir den Zeitraum der Schließung am Ende deiner Mitgliedschaft beitragsfrei ersetzen. Da wir uns in einer absoluten Ausnahmesituation befinden und sicherstellen wollen, dass du auch nach dem Zeitraum der Schließung einen Ort für deinen Rehasport und dein Training findest, bitten wir um Verständnis, dass wir dir derzeit keine andere Möglichkeit anbieten können.

Vielen Dank für dein Verständnis!

Dein rsnb Team